Kräuterkraft – 5 pflanzliche Supporter aus der Natur für Deine Leber

Mariendistel Pflanze

“Frisch und frei von der Leber weg sprechen” oder “Dir ist wohl eine Laus über die Leber gelaufen”: Dass es Sprüche gibt, die wir in unserem Alltag verwenden, die auf die Leber anspielen, ist ein kleiner, erster Hinweis darauf, dass das Organ eine gar nicht so kleine Rolle für uns spielt. Wie zentral die Leber allerdings für unser Wohlbefinden ist, geht häufig unter. Dabei ist sie eine absolute Allrounderin. Das zweitgrößte Organ unseres Körpers übernimmt etliche wichtige Aufgaben. Es speichert, entgiftet, verdaut und ist in unseren Blutkreislauf eingebunden. Wir stellen Dir deshalb die spannenden Funktionen des Stoffwechsel- und Entgiftungsorgans vor und welchen Einflüssen es ausgesetzt ist. Außerdem nehmen wir faszinierende Kräuter in den Fokus, die im Zusammenhang mit der Leber eine lange Tradition haben.  

Die Leber: Ein Organ mit vielen Aufgaben

Die Leber ist die größte Drüse des menschlichen Körpers. Sie ist bis zu zwei Kilogramm schwer und liegt im oberen Bereich des Bauches, direkt unter dem Zwerchfell. Was bedeutet es für unseren Körper, dass die Leber eine Drüse ist? Eine Drüse definiert sich dadurch, dass sie Stoffe aus dem Blut aussondern gleichzeitig aber auch neue Stoffe, wie beispielsweise Proteine oder Hormone, bilden und wieder ins Blut abgeben kann. Außerdem besteht die Leber aus hunderttausenden Leberläppchen, die durch Bindegewebe voneinander abgegrenzt sind und auch Venen, Nerven und Lymphgefäße sind in der Leber versammelt und tragen dazu bei, dass dieses Organ viele wichtige Aufgaben in Deinem Körper übernehmen kann – welche, sehen wir uns nun etwas genauer an.

Die Stoffwechsel-Superheldin für Deine Nährstoffversorgung

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan unseres Körpers und spielt eine entscheidende Rolle bei der Verteilung und Verarbeitung von all den Nährstoffen, die Du zu Dir nimmst. Täglich passieren rund 2.000 Liter Blut die Leber, die damit eine Schlüsselrolle in der Versorgung unseres Körpers übernimmt. Sauerstoffreiches Blut strömt über die Leberarterie vom Herzen in die Leber hinein, während sauerstoffarmes, aber nährstoffreiches Blut aus dem Darm und den Verdauungsorganen über eine weitere Ader einfließt. Dieses Blut enthält wichtige Nährstoffe wie beispielsweise Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3 oder Linolsäure. Aus den Nährstoffen gewinnt die Leber Energie, die Dein Körper etwa für Deine Wärmeproduktion oder Bewegung benötigt. Ganzheitliche Tipps für Deinen Stoffwechsel findest Du auf unserem Blog.

Auch am Fettstoffwechsel ist die Leber beteiligt. Dabei bauen die Leberzellen tagtäglich Fette ab und stellen Deinem Körper so ebenfalls Energie bereit. Auch die Galle spielt hier eine Rolle, auf die wir gleich noch etwas genauer eingehen werden. Beim Kohlenhydratstoffwechsel trägt die Leber zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Nach der Mahlzeit speichert Deine Leber überschüssigen Zucker in Form von Glykogen ab. Bei Bedarf, wenn Du später am Tag beispielsweise eine Runde Joggen gehst, kann das Glykogen dann wieder abgebaut und als Glucose in den Blutkreislauf gebracht werden. Doch nicht nur Zucker wird gespeichert und für die spätere Verwendung aufbewahrt. Auch Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und andere wertvolle Stoffe für Deinen Körper kann die Leber speichern und später bereitstellen.

Ein weiterer Stoffwechsel, an dem die Leberzellen beteiligt sind, ist der Eiweißstoffwechsel. Aminosäuren werden so umgewandelt, dass sie zur Energiegewinnung oder zur Bildung von Kohlenhydraten und Fetten verwendet werden können. So können beispielsweise Muskelzellen oder Hormone in Deinem Körper aufgebaut werden. Zu den vielen weiteren Aufgaben gehören außerdem die Regulierung des Cholesterinspiegels und des Flüssigkeitshaushaltes, die Herstellung von Bluteiweißen, Transportproteinen und Gerinnungsfaktoren. Gerinnungsfaktoren können Dich etwa bei der Wundheilung unterstützen, wenn Du Dich zum Beispiel an der Haut verletzt hast. Die Leber leistet also einen unverzichtbaren Beitrag für Dein Wohlbefinden, meist ohne, dass Du etwas davon mitbekommst.

Die Herstellung von Galle

Die Gallenblase ist eng mit der Leber verbunden und ein elementarer Teil Deiner Verdauung. Die Gallenflüssigkeit wird in den Zellen der Leber produziert und erst anschließend in die Gallenblase abtransportiert und dort gesammelt. Diese Gallenflüssigkeit unterstützt Deinen Körper dabei, Fette in kleinere Partikel zu zerlegen, sodass sie leichter aufgenommen werden können. Dieser Prozess ist nicht nur für Nahrungsfette wie Omega 3, sondern auch für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie beispielsweise Vitamin A, Vitamin D oder Vitamin K wichtig. Im Hintergrund reguliert Deine Leber also ununterbrochen die Gallenproduktion, sodass bei jeder Mahlzeit die Verdauung und auch die Nährstoffaufnahme optimal ablaufen können. In unserem Blogpost Verdauung – so lange brauchst Du zum Verdauen findest Du mehr zu diesem Thema.

Entgiftungsorgan und Schadstofffilter

Naturgemäß gelangen den Tag über nicht nur erfreuliche Stoffe in den Körper. Neben Umweltgiften wie Abgasen können das natürlich auch Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin sein. Selbst wenn Du stark darauf achtest, was Du zu Dir nimmst, landen doch die ein oder anderen Schadstoffe und Substanzen in Deinem Organismus, mit denen Dein Körper nichts anfangen kann oder die sogar nachteilig für Dich sind. Auch hier leistet die Leber ganze Arbeit bei der Reinigung und beim Abbau und Abtransport dieser Stoffe. Mehr zur spannenden Verbindung zwischen Deinem Stoffwechsel und der Entgiftung liest Du auf unserem Blog.

Die Leber und der Hormonstoffwechsel

Die Leber ist übrigens auch eine zentrale Akteurin des Hormonstoffwechsels. Sie ist an der Produktion verschiedener Hormone und Enzyme, wie beispielsweise dem Sonnenvitamin und Hormon Vitamin D beteiligt. Unter all den Aufgaben der Leber ist auch hier wieder nicht nur der Auf- sondern auch der Abbau von überschüssigen und ungenutzten Hormonen Teil der Funktionen des vielseitigen Organs. Befinden sich beispielsweise aufgrund einer hormonellen Dysbalance überschüssige Sexualhormone wie Östrogen und Testosteron in Deinem Körper, werden diese in der Leber abgebaut. Ist das Organ jedoch überlastet, kann es dazu kommen, dass diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllt wird und es zu einem Hormonüberschuss im Körper kommt. 

Was beeinflusst und belastet Deine Leber?

Fast alles, was Du zu Dir nimmst, passiert früher oder später die Leber. So werden nicht nur wichtige und wertvolle Nährstoffe verarbeitet, sondern auch schädliche Stoffe. Besonders belastend sind Alkohol oder andere Genussgifte, bestimmte Medikamente wie beispielsweise die Anti-Baby-Pille, der übermäßige Konsum von Zucker oder gesättigten Fetten etwa aus Fertigprodukten oder stark verarbeiteten Lebensmittel und Giftstoffen aus der Umwelt. All das beeinflusst und belastet irgendwann auch die Leber, denn ab einem gewissen Punkt stößt das Organ an seine Grenzen und kann die Stoffe nicht weiter abbauen. Dann werden die genannten Stoffe schädlich für das Organ und greifen es an. Ändert sich an dieser Belastung für längere Zeit nichts, kann es zu Funktionseinbußen der Leber kommen.

Geht es der Leber nicht gut, bemerken wir das meist recht spät, denn die Veränderungen an Deinem Körper und in Deinem Organismus kommen recht schleichend und sind häufig nicht direkt der Leber zuzuordnen. Zu typischen Symptomen können etwa verschiedene Hauterkrankungen, ein starker Juckreiz, aber auch Müdigkeit und Migräne oder ein erhöhter Blutzuckerwert gehören.

So kannst Du die Leber entlasten

Die Leber arbeitet still im Hintergrund für Dich und leistet jede Menge für Dein Wohlbefinden. Es gibt einige ganzheitliche und natürliche Wege, wie Du ihr dabei unter die Arme greifen und sie entlasten kannst. Dabei gilt wie so häufig: Du bist, was Du isst.
  • Nimm ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertees zu Dir.

  • Ernähre Dich ausgewogen mit frischem Obst und Gemüse, komplexen Kohlenhydraten und pflanzlichen Proteinen und ungesättigten Fetten.

  • Lebensmittel, die besonders zuträglich für die Leber sind, sind inulinhaltige Gemüsesorten wie Artischocken, Chicoreé, schwarzer Rettich und Schwarzwurzeln. Auch Brokkoli, Rosenkohl und Rotkohl sind wertvoll für Dein Entgiftungsorgan.

  • Regelmäßige Bewegung, besonders an der frischen Luft, unterstützt die Leber ebenso wie ausreichend Entspannung und Achtsamkeit Dir selbst gegenüber. Lies doch gerne mal unseren Blogbeitrag zu Achtsamkeit und Mindful Eating für Dein Wohlbefinden.

  • Verzichte so weit wie möglich auf die schädliche Stoffe und Nahrungsmittel, die die Leber belasten. Welche Nahrungsmittel Deinen Körper supporten und welche Deinen Körper eher belasten, liest Du in unserem Blogbeitrag zur darmfreundlichen Ernährung.
Mariendistel Pflanze

Kräuterkraft für Deine Leber

Einige natürliche Kräuter spielen eine besondere Rolle, wenn es um die Leber geht. Infos zu vielen weiteren besonderen Kräutern für mehr Balance und Wohlbefinden findest Du auf unserem Blog. Wir stellen Dir 5 Kräuter vor, die besonders in der Anwendung rund um die Leber eine lange Tradition haben und auch heute noch verwendet werden.

Mariendistel

Die am häufigsten verwendete Pflanze ist wohl die Mariendistel, deren botanischer Name Silybum marianum lautet. Aus den Samen der Mariendistel samt deren Schale wird ein Öl gepresst, das den Inhaltsstoff Silymarin enthält. Silymarin hat eine lange Tradition in der Anwendung bei Leberbeschwerden. Die Mariendistel gehört zudem zu den antioxidativ wirksamen Heilpflanzen und soll so freie Radikale neutralisieren und oxidativen Stress in den Zellen reduzieren können. Silymarin gehört außerdem zu den Flavonoiden und damit zu den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Mariendistelsamen können nicht nur als Öl, sondern auch gemahlen verzehrt oder zu einem Tee aufgebrüht werden. Wegen der wertvollen Eigenschaften findest Du die Mariendistelsamen bereits in unserem Fastentee.

Löwenzahn

Der Löwenzahn, botanisch Taraxacum officinale, kennen die meisten von uns, denn die Pflanze mit den gelben Blütenköpfen und später so markanten, weißen, strahlenförmigen Blütenkronen wächst im Sommer fast überall auf unseren Wiesen. In der Naturheilkunde ist Löwenzahn vor allem aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe beliebt. Er wird traditionell bei allem rund um die Verdauung eingesetzt. Die ganze Pflanze kann komplett verzehrt werden, vor allem aber werden die Blätter und die Wurzeln des Löwenzahns verwendet. Die Blätter können zu einem Salat verarbeitet werden und aus den Blüten kann ein Tee oder Sirup zubereitet werden. Auch Tinkturen oder ein Sud aus den Wurzeln der Pflanze sind nicht unüblich. 

Artischockenblätter

Eine Pflanze, die ebenfalls seit Jahrhunderten bei Beschwerden rund um das Thema Entgiftung verwendet wird, ist die Artischocke mit dem botanischen Namen Cynara cardunculus. Besonders die Blütenstände, wenn deren Blütenboden und die Basis der umgebenden Hüllblätter fleischig geworden sind, werden gekocht oder roh verzehrt. Gerade die enthaltenen Bitterstoffe und Flavonoide sollen wertvoll sein. Alles zu den wertvollen Eigenschaften von Bitterstoffen findest Du auf unserem Blog. 

Artischocke

Schafgarbe

Die Schafgarbe, deren botanischer Name Achillea millefolium lautet, enthält jede Menge wertvoller Inhaltsstoffe. Dazu gehören Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle. Die Pflanze kann zu einem Tee aufgebrüht werden. Die daraus gewonnen Flüssigkeit kann außerdem für Leberwickel verwendet werden. Dafür tunkst Du ein kleines Handtuch in die noch warme Flüssigkeit und legst es gut ausgewrungen auf den rechten Rippenbogen Deiners Körpers. Alles zur Anwendung der Schafgarbe erfährst Du auf unserem Blog.

Klettenwurzel

Ebenfalls eine beliebte Pflanze in der Naturheilkunde, die eine Tradition in der Anwendung rund um die Entgiftungsorgane hat, ist die Klettenwurzel mit dem botanischen Namen Arctium Lappa. Sie wird bereits seit tausenden Jahren verwendet und ist für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften und seit jeher als Kraut für Reinigungsprozesse bekannt. Die Klettenwurzel eignet sich besonders als Tee oder kann in Suppen mit verarbeitet werden. So wird sie beispielsweise auch bei Entgiftungskuren oder Fastenkuren eingesetzt. Spannende Infos zum Thema Fasten findest Du in unserem Blogbeitrag Intervallfasten – so profitieren Leber und Menstruationszyklus


InnoNature Mariendistel

Die Mariendistel hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde und enthält wertvolles Silymarin. Silymarin gehört zu den Flavonoid-Komplexen, ist reich an Antioxidantien und Bitterstoffen und wird deshalb seit jeher im Zusammenhang mit verschiedenen körperlichen Beschwerden eingesetzt. Unsere Mariendistel Plus Kapseln enthalten Extrakt aus Mariendistelsamen kombiniert mit Artischocken Extrakt, Löwenzahn Extrakt und schwarzem Rettich Extrakt.

InnoNature Mariendistel Plus✔ Lange Tradition in der Naturheilkunde.

✔ Sanfte Unterstützung für Deinen Organismus.

✔ 1 Kapsel enthält 250 mg Mariendistel Extrakt und liefert wertvolle Flavonoide und Bitterstoffe.

✔ 100% natürlich, vegan und tierversuchsfrei (PETA zertifiziert).

✔ Jede gekaufte Dose Mariendistel Plus ermöglicht 1 Schulmahlzeit für Kinder in Burundi.

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg und sende herzliche Grüße und ein hohes Wohlbefinden! Julia

 

Bild einer jungen Frau mit blonden Haaren und weißem T-Shirt. In der Hand hält sie eine Orange.

Julia Lang
Fachberaterin für holistische Gesundheit® und Gründerin von InnoNature.

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