Bockshornklee in der Stillzeit - die natürliche Unterstützung

Grüner Bockshornklee auf einem Feld.

Bockshornklee ist der Nummer 1 Tipp von Hebammen, wenn es um das Thema Stillen, Milchproduktion und die Unterstützung von frischgebackenen Müttern geht. Doch was steckt dahinter, was macht Bockshornklee zu einer so begabten Pflanze, die ​​sich so großer Beliebtheit bei Stillenden erfreut? In diesem Artikel erfährst Du: Was Bockshornklee mit der Milchproduktion und der Milchmenge zu tun hat, wie die Pflanze wirkt und welche verschiedenen Anwendungsgebiete es sonst noch so gibt. Starten wir zunächst mit den Merkmalen des Bockshornklees. 

Charakteristika VoM Bockshornklee

Der Bockshornklee, unter Botaniker*innen auch bekannt als Trigonella foenum-graecum, ist eine vielseitige Pflanze mit einer langen Tradition. Die Pflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und hat kleine gelbe Blüten sowie dreieckige Blätter. Bockshornklee hat einen leicht bitter-scharfen Geschmack, das macht Bockshornklee zu einem beliebten Gewürz zum Verfeinern von zahlreichen Gerichten. Aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften und seines ausgeklügelten Nährstoffprofils wird Bockshornklee schon lange in der westlichen und fernöstlichen Naturheilkunde vielseitig eingesetzt. Vor allem im arabischen Raum und Indien ist es ein gern verwendetes Kraut für die Verdauung bis hin zur Unterstützung des Stoffwechsels. Traditionell wurde es zunächst zur Steigerung von Libido und Männlichkeit verwendet. Nach und nach kamen immer mehr Anwendungsgebiete hinzu.

Nährstoffprofil des Bockshornklees

Bockshornklee glänzt mit einem super vielseitigen Nährstoffprofil und ist dadurch rein an vielen VitalstoffenBesonders die Bockshornkleesamen der Pflanze sind besonders beachtlich. Zu den Inhaltsstoffen der ursprünglichen Pflanze zählen unter anderem Kalzium, Magnesium, Vitamin C, Vitamin D und auch sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Saponine sind in der Pflanze enthalten. Saponine gelten als Phytohormone und scheinen hinter einem Großteil der Wirkung von Bockshornklee zu stecken. Des Weiteren enthält Bockshornklee auch Diosgenin, welches wir bereits aus der Yamswurzel kennen.  

Mehr über die Yamswurzel – Traditionelles Superfood für Deine weibliche Balance erfährst Du auf unserem Blog. 

Bockshornklee Nahaufnahme

Bockshornklee als pflanzliches Hormon 

Die bereits erwähnten Phytohormone sind natürliche Verbindungen, die von einigen Pflanzen produziert werden und ähnliche Wirkungen wie Hormone im menschlichen Körper haben können. Diese pflanzlichen Hormone spielen eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Wachstum, Entwicklung und Reaktionen auf Umweltbedingungen in Pflanzen. Phytohormone kommen in verschiedenen Pflanzenteilen wie Samen, Blättern, Blüten und Wurzeln vor. Durch ihre bioaktiven Eigenschaften sollen Phytohormone auch auf den menschlichen Körper wirken können, so werden ihnen verschiedene Effekte wie zum Beispiel entzündungshemmende, antioxidative oder hormonregulierende Wirkungen nachgesagt. Phytohormone werden in der Phytotherapie und Naturheilkunde häufig zur Unterstützung des Wohlbefindens eingesetzt.

Belebender Bockshornklee und die mütterliche Milchproduktion 

Der Bockshornklee hat sich als eine beliebte Pflanze für stillende Mütter etabliert und wird oft von Hebammen empfohlen. Es wird davon ausgegangen, dass die enthaltenen Phytohormone, darunter auch Phytoöstrogene, im menschlichen Körper die Produktion von Östrogen und Prolaktin anregen können. Östrogen ist ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei der Regulation der Milchbildung spielt. Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel im Körper der Schwangeren an und bereitet die Brüste auf die Produktion von Muttermilch vor. Es fördert das Wachstum und die Entwicklung der Milchdrüsen sowie die Bildung von Milchgängen. Nach der Geburt nimmt der Östrogenspiegel ab, während gleichzeitig das Hormon Prolaktin ansteigt, das die eigentliche Milchproduktion in Gang setzt und so die Abgabe von Milch und ausreichenden Milchmengen an das Kind ermöglicht. 

Stillende Mutter mit Baby auf dem Arm

Prolaktin ist das Hauptmilchbildungs-Hormon im Körper einer Stillenden. Es wird von der Hirnanhangsdrüse produziert und stimuliert die Milchdrüsen in den Brüsten, um Milch für das Baby zu produzieren und freizusetzen. Ein ausgewogenes Verhältnis von Östrogen, Prolaktin und anderen Hormonen ist wichtig, um eine ausreichende Milchproduktion und ausreichende Milchmengen zu gewährleisten. Bockshornklee enthält natürliche Substanzen wie eben Phytoöstrogene, die eine ähnliche Wirkung wie Östrogen haben und die Milchbildung und -produktion unterstützen sollen. Auch eine Ähnlichkeit mit dem Hormon Prolaktin wird den pflanzlichen Hormonen des Bockshornklees nachgesagt. Manche Menschen berichten auch davon, dass Bockshornklee das natürliche Gleichgewicht im weiblichen Körper nach einer Schwangerschaft unterstützen kann.

Möchtest Du mehr über Hormone erfahren, dann schau gerne mal in unseren Blogartikel Deshalb sind Testosteron und Östrogen so wichtig – Tipps für Deinen Hormonhaushalt rein. 

Exkurs: Sanfte, natürliche Tipps für die Stillzeit  

Zunächst vorweg: Beim Stillen gibt es kein richtig oder falsch. Als stillende Person triffst Du Entscheidungen ganz individuell und basierend darauf, was sich für Dich und das Baby richtig und gut anfühlt. Was für die einen zur Steigerung der Milchmengen beispielsweise wunderbar funktioniert, mag für die anderen nicht passend sein. 

Gleichzeitig sollte das Erkunden von Möglichkeiten zur Unterstützung der Milchproduktion kein Tabu sein: Es ist ein Akt der Fürsorge und Liebe, Dir selbst und dem Baby gegenüber. Bist Du auf der Suche nach natürlichen Wegen, um die Milchproduktion und Milchmengen beim Stillen zu unterstützen, könnten diese Tipps wertvoll für Dich und das Baby sein:

  • Feine Kräuter: Neben Bockshornklee haben auch die Kräuter Fenchel, Anis, Kümmel eine lange Tradition rund um das Thema Milchproduktion. Vor allem in Form von Tees sind die Kräuter beliebt – einige Stilltees kombinieren die pflanzlichen Supporter auch.

  • Massieren und Ausstreichen: Viele Stillende empfinden es als angenehm und hilfreich, die Brust zu massieren und die Technik des Ausstreichens anzuwenden. Es soll ebenso eine Unterstützung für die Milchproduktion sein. 

  • Wärme und Kälte: Das Wärmen der Brust vor dem Stillen und das Kühlen danach ist ebenfalls beliebt. Probier es aus, ob es sich für Dich gut und unterstützend anfühlt.

  • Wohltuende Stilleinlagen: Sie sollen die Regulierung der Temperatur in Deinen Brüsten supporten und die Wärme soll das Risiko für einen Milchstau verkleinern. Außerdem wird die Feuchtigkeit durch die Milch direkt aufgefangen, was wohltuend für Deine Brustwarzen sein kann, denn so bleiben sie trocken.

  • Eure kleine Routine: Regelmäßiges Anlegen Deines Babys in den ersten Wochen soll den Körper dabei unterstützen, ausreichend Signale für die Milchproduktion auszusenden. Das Saugen des Babys soll die Hormonausschüttung anregen und so die Milchdrüsen anregen können.

  • Versorge Dich und Deinen Körper: Achte darauf, dass Du Deinen Körper mit ausreichend Essen und Flüssigkeit versorgst. Nährstoffreiche und ballastreiche Getreide wie Hafer oder Gerste sind beispielsweise gute Energielieferanten. Und auch ausreichend Snacks zur Hand zu haben, ist hilfreich – denn das Stillen kann sich an einigen Tagen ziemlich in die Länge ziehen. Welche Lebensmittel und Nährstoffe Dich während der Stillzeit supporten können, liest Du auf unserem Blog.

Versuche, Deine Erfahrungen beim Stillen nicht zu vergleichen und Dir, wenn möglich, nicht zu viel Druck zu machen, wenn es um die Milchproduktion geht. Schwierigkeiten beim Stillen kommen häufiger vor, als Du vielleicht denkst und können mit ganz unterschiedlichen Gründen zusammenhängen, die Du teilweise gar nicht in der Hand hast. Unterstützung rund ums Thema Milch für Dein Baby durch Deine Hebamme oder eine Stillberatung hinzuzuziehen kann ebenfalls ein toller Weg sein.

Bei Fragen und Unsicherheiten rund ums Stillen, der Milchproduktion und Milchmengen empfehlen wir immer einen Austausch oder die Absprache mit Deiner Hebamme oder Expert*innen Deines Vertrauens – auch und vor allem, wenn es beispielsweise zu einem Milchstau oder Schmerzen beim Stillen kommt.

Wie wird Bockshornklee sonst noch verwendet? 

Bockshornklee steckt voller Vitalstoffe. Aufgrund seines tollen Nährstoffprofils kann Bockshornklee daher super vielseitig verwendet werden. Neben Verdauung, Appetit, Libiodo und Stillzeit haben wir hier einige beliebte Anwendungsgebiete für Dich aufgezählt: 

Bockshornklee und der Blutzuckerspiegel

Auch für Diabetiker*innen soll Bockshornklee interessant sein. In einigen Studien wurde Bockshornklee bereits zur Linderung von Problemen des Blutzuckerstoffwechsels eingesetzt. Es gab Hinweise darauf, dass Bockshornklee den Anstieg des Blutzuckerspiegels reduzieren könnte, indem bestimmte Fasern und Inhaltsstoffe im Bockshornklee dabei unterstützen, die Aufnahme von Glukose zu verlangsamen und den Blutzuckerspiegel dadurch stabil zu halten.

Bockshornklee und der Fettstoffwechsel

Des Weiteren wird Bockshornklee in einigen Quellen zugeschrieben, dass er gemeinsam mit einer ausgewogenen Ernährung den Fettstoffwechsel unterstützen kann. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass die im Bockshornklee enthaltenen Verbindungen dabei helfen können, den Cholesterinspiegel im Blut zu regulieren. Insbesondere das in Bockshornklee enthaltene Saponin Diosgenin wird dafür verantwortlich gemacht. Dieses natürliche Phytohormon soll dabei helfen, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und gleichzeitig das HDL-Cholesterin, das als "gutes" Cholesterin gilt, zu erhöhen. 

Bockshornklee und der Haarausfall

Dieses Themengebiet ist noch recht neu und daher auch noch nicht weitestgehend erforscht. Bockshornklee kommt in der Erfahrungsheilkunde seit geraumer Zeit als alternatives Mittel bei Haarausfall zum Einsatz. Verschiedenen Aminosäuren, Spurenelementen und Vitaminen aus dem Kraut und den Bockshornkleesamen wird nachgesagt, dass sie die Blutgefäße in der Kopfhaut mit Nährstoffen versorgen und anregen könnten. Dazu gehören unter anderem Eisen, Zink und B-Vitamine. Diese Inhaltsstoffe sollen die Haarfollikel unterstützen. Bockshornklee kann sowohl äußerlich angewendet werden, indem man es als Öl oder Haarmaske auf die Kopfhaut aufträgt, als auch innerlich.

Mehr zum Thema Haarnährstoffe liest Du in unserem Blogartikel Was Mineralstoffe mit Haarausfall zu tun haben - so wirken Silizium, Kupfer und Co..


So kannst Du vom Bockshornklee profitieren

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, Bockshornklee zu verwenden:

  • Die Samen des Bockshornklees können gemahlen oder ganz in verschiedenen Gerichten verwendet werden, wie beispielsweise in Curry-Gerichten, Brot oder als Gewürz für Salate. 

  • Bockshornkleeblätter können auch frisch oder getrocknet in Salaten, Smoothies oder als aromatische Zugabe in Suppen und Eintöpfen verwendet werden.

  • Bockshornkleepulver oder Extrakt , meist gewonnen aus den gemahlenen Samen des Bockshornklees, können in Form von Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel verzehrt werden. Auf diese Weise lässt sich die Pflanze einfach und individuell auf die spezifischen Bedürfnisse hin dosieren. 

InnoNature Bio Bockshornklee Kapseln 

Besonders bei frischgebackenen Müttern nach der Geburt erfreut sich Bockshornklee großer Beliebtheit. Unsere Bio Bockshornklee Kapseln enthalten Bockshornkleepulver aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie werden aus den Bockshornkleesamen gewonnen. Der ganz natürliche Inhaltsstoff wird für einen kurzen Zeitraum erhitzt und anschließend getrocknet, diese thermische Behandlung aktiviert die Inhaltsstoffe des Bockshornklees und macht ihn für Dich besonders hoch bioverfügbar. Die Dosierung erfolgt ganz einfach mit 4-5 Kapseln pro Tag, die mit reichlich Wasser verzehrt werden und Dich mit 500 mg Bockshornklee pro Kapsel versorgt. Wie all unsere Produkte sind auch die Bio Bockshornklee Kapseln vegan, tierversuchsfrei und in Deutschland hergestellt.

InnoNature Bio Bockshornklee Kapseln

✔ Bockshornklee aus kontrolliert biologischem Anbau. 

✔ Hohe Bioverfügbarkeit dank eines thermischen Aktivierungsverfahrens. 

✔ Bockshornklee ist der Nummer 1 Tipp von Hebammen für frischgebackene Mamas.

✔ Natürlich, vegan und tierversuchsfrei (PETA zertifiziert).

✔ Jede gekaufte Dose ermöglicht 1 Schulmahlzeit für Kinder in Burundi.

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg und sende herzliche Grüße und ein hohes Wohlbefinden! Julia

 

Bild einer jungen Frau mit blonden Haaren und weißem T-Shirt. In der Hand hält sie eine Orange.

Julia Lang
Fachberaterin für holistische Gesundheit® und Gründerin von InnoNature.

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